Strohhalm-Verbot: Was bedeutet das für die Gastronomie und welche Alternativen gibt es?

Von den einen gehasst, von den anderen geliebt: Der Strohhalm aus Plastik ist so umstritten, wie beliebt. Doch ab 2021 hat er in der gesamten EU endgültig ausgedient. Mit dem Strohhalm Verbot verabschiedet sich der Plastik-Trinkhalm aus Privathaushalten und der Gastronomie. Das Ziel ist in erster Linie, das Aufkommen von Plastikmüll in den Weltmeeren zu stoppen und die zunehmende Verschmutzung zu vermeiden. Mit dem Strohhalm-Verbot verzichten wir künftig auch auf andere Einweg-Plastikprodukte wie Teller und Besteck. Um die Ozeane vor der Vermüllung zu schützen werden die Produkte ab 2021 vom EU-Parlament verboten. Jetzt müssen Sie als Gastronom umdenken und eventuell auch umrüsten, vorausgesetzt Sie wollen, dass Ihre Gäste weiterhin ihre Cocktails, Milchshakes und Co. mit einem Halm schlürfen.

Häufig geben Strohhalme optisch mehr her als die Funktionalität, schließlich kann man auch ohne das Röhrchen genüsslich trinken. Trotzdem sind sie insbesondere in der Gastroszene zum Standard geworden. Durch das Strohhalm-Verbot plötzlich darauf zu verzichten fällt manchen Gästen schwer, denn bereits jetzt wenden sich einige gastronomische Einrichtungen von dem bunten Accessoire im Glas ab oder geben den farbenfrohen Halm nur noch auf Nachfrage heraus.

Schätzungsweise werden deutschlandweit jährlich ungefähr 40 Milliarden Strohhalme aus Plastik verbraucht. Ob in der Cola Flasche, dem Eiskaffee oder Longdrink, der beliebte Einweg-Halm landet stets im Müll oder schlimmer noch in der Umwelt. Ein sinnloser Verbrauch von Plastik scheint zum Standard der heutigen Gesellschaft geworden zu sein. Das Strohhalm-Verbot verspricht Besserung. Der Verzicht auf das kleine Röhrchen wird wahrscheinlich alleine in Deutschland zu einer Einsparung von rund 25.000 Tonnen Plastikmüll führen pro Jahr. Ein erster Schritt in Richtung Umweltschutz und Ressourcenschonung.

Laut der EU-Kommission handelt es sich bei 80% der Abfälle im Meer um Plastikmüll. Daher richtet sich das Verbot an genau die Kunststoff Einwegprodukte, die in Europa am meisten in den Meeren und auch an den Stränden aufgefunden werden. Zusammen mit Fischfanggeräten macht dieser Müll im Meer 70% in Europa aus. Die Menge an Plastik in den Ozeanen ist stetig wachsend, da das Material nur sehr langsam zerfällt. Doch selbst dann bleibt noch Mikroplastik übrig. Die Prognose der EU-Kommission ist erschreckend: 2050 könnte es in den Weltmeeren mehr Plastik als Fisch geben. Zum Schutz der Umwelt hat das EU-Parlament deshalb beschlossen, einen Großteil der Einwegprodukte aus Kunststoff ab 2021 zu verbieten.

Strohhalm Alternative

Sie und Ihre Gäste können nicht auf die Trinkhalme verzichten? Kein Problem! Hier erfahren Sie, welche Alternativen es gibt und welches Material sich am besten für die Gastronomie eignet. GastroPlus24 macht für Sie den Check und vergleicht die Alternativen zum Trinkhalm aus Plastik, damit Sie bestens auf das Strohhalm-Verbot vorbereitet sind. Vorab: Es sind nicht alle Alternativen empfehlenswert, da zur Herstellung immer noch Ressourcen wie Wasser und Energie benötigt werden. Daher sollten Wegwerfprodukte stets vermieden werden, investieren Sie lieber in wiederverwendbare Trinkhalme, um langfristig von den Alternativen zu profitieren und um weniger Abfall zu produzieren. Grundsätzlich gilt: Mehrweg ist besser als Einweg.

Wiederverwendbare Trinkhalme gibt es mittlerweile aus unterschiedlichen Materialien wie Bambus, Silikon, Edelstahl, Glas und anderen Stoffen. Selbst essbare Varianten sind bereits auf dem Markt erhältlich. Weiterhin Plastik zu verwenden ist somit nicht nur unnötig sondern auch nicht sinnvoll. Stellen Sie doch bereits jetzt um und begeistern Ihre Gäste mit mehr Nachhaltigkeit und das schon vor dem kommenden Strohhalm-Verbot durch das EU-Parlament.

Sie suchen nach einer Strohhalm-Alternative für die Gastronomie? Dann sollten Sie unbedingt einen Blick in die unten stehende Tabelle werfen. Dort erfahren Sie, welche Eigenschaften jede Strohhalm-Alternative mit sich bringt und können so das für Sie passende Modell wählen, um das Plastik-Röhrchen zu ersetzen. Egal, ob Edelstahl, Glas, Papier, Bambus, Silikon oder andere Materialien, es gibt so viele Strohhalm-Alternativen wie Plastik im Meer. Wir klären auf welches Material welche Vor- und Nachteile hat, damit Sie für das Strohhalm-Verbot gerüstet sind.

Strohhalme im Vergleich

Strohhalm aus

Vorteile

Nachteile

Edelstahl

  • Wiederverwendbar

  • lange Lebensdauer

  • recycelbar

  • spülmaschinenfest

  • bruchsicher

  • neutraler Geschmack

  • hygienisch

  • nicht ersichtlich, ob der Strohhalm innen sauber ist

Glas

  • Mehrweg

  • geschmacksneutral

  • eignet sich für die Spülmaschine

  • lässt sich recyceln

  • langlebig

  • Hygiene

  • man sieht ob der Strohhalm tatsächlich sauber ist

  • Stabil aber nicht bruchsicher

Bambus

  • Wiederverwendung möglich

  • Naturmaterial

  • kompostierbar

  • bruchsicher

  • stabil

  • Starker Eigengeschmack

  • schwierige Reinigung

  • kürzere Lebensdauer

  • Verfärbung durch Getränke

Silikon

  • Bruchsicher

  • für die Spülmaschine geeignet

  • stabile Form

  • Mehrweg

  • langlebig

  • Erschwerte Reinigung

  • enthält Kunststoffe

  • nicht biologisch abbaubar

  • nicht geschmacksneutral

  • wird nicht recycelt

Papier

  • Biologisch abbaubar

  • bruchsicher

  • recyclebar

  • Hygiene

  • Keine Wiederverwendung

  • weichen nach einer gewissen Zeit auf

  • leichter Eigengeschmack

Stärke

  • Bruchsicher

  • biologisch abbaubar

  • kompostierbar

  • Hygiene

  • Nur für Kaltgetränke

  • nicht wiederverwendbar

  • minimaler Eigengeschmack

Apfelresten

  • Essbar

  • biologisch abbaubar

  • bruchsicher

  • hygienisch

  • Eigengeschmack der auch leicht auf die Getränke abfärbt

  • Einweg

Nudeln (Makkaroni)

  • Essbar

  • neutral im Geschmack

  • biologisch abbaubar

  • Nicht mehrfach verwendbar

Stroh

  • Kompostierbar

  • Naturprodukt

  • hygienisch

  • formstabil

  • bruchsicher

  • Einweg

  • weicht auf

  • eigener Geschmack

 

 

Mehrweg

langlebig

recyclebar / kompostierbar

spülmaschinenfest

bruchsicher

geschmacksneutral

hygienisch

formstabil

Edelstahl

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Glas

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Bambus

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Silikon

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Papier

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Stärke

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Apfelreste

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Nudeln

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Stroh

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Denise

 

     

     geschrieben von Denise

 

 

 

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