Corona und die Gastronomie - Welche Möglichkeiten haben Gastronomen?

Auch 2021 bleibt uns Corona leider treu. Der zweite Lockdown ist in vollem Gange und die Corona-Regeln wurden erneut verschärft, um die Zahl der Neuinfektionen zu senken. Das Gastgewerbe ist vom Lockdown wieder schwer getroffen. Die Schließung der Gastronomie und des Einzelhandels dauert noch weiter an und geht mindestens bis Februar. Doch auch dann ist noch nicht sicher, ob eine Wiedereröffnung stattfinden wird. Restaurants haben bereits seit November geschlossen. Die massiven Umsatzeinbußen machen es für viele Betriebe im Gastgewerbe schwer, sich überhaupt noch über Wasser zu halten. Auch wenn der neue Lockdown alle Restaurants gerade auf eine harte Probe stellt, sollten Sie strategisch vorgehen und versuchen, möglichst das Beste aus der aktuellen Situation zu machen.

Welche Optionen haben Gastronomen trotz Lockdown?

Gäste dürfen zwar derzeit nicht in Ihrem Restaurant, Café etc. bedient werden, aber das heißt nicht, dass Ihre Gäste auf die leckeren Speisen aus Ihrem Angebot verzichten müssen. Viele Menschen wünschen sich gerade trotz der schweren Krise etwas Normalität und dazu gehört auch gutes Essen. Egal, ob es die Lieblingspizza vom Italiener ist oder ein authentischer amerikanischer Burger, etwas Abwechslung ist gerade jetzt besonders gefragt. Einige Gastronomen bieten daher derzeit Essen zum Abholen an oder haben sogar einen Lieferservice. Wer jetzt seinen Betrieb weiter öffnet und Kunden mit dem Außer-Haus-Geschäft glücklich machen will, stellt sicher, dass der Kontakt zu den Stammgästen erhalten bleibt. Dadurch können Sie nicht nur weiterhin Umsatz generieren, sondern auch die Bindung zu Ihrer Kundschaft stärken. Dabei ist es egal, ob Sie Gästen nur die Möglichkeit bieten, die fertigen Speisen in Ihrem Restaurant abzuholen oder sogar Lieferungen anbieten. Ihre Kundschaft wird froh sein, dass ihnen Ihr Angebot weiterhin zur Verfügung steht. Außerdem sorgen Ihre Gäste mit den Bestellungen dafür, dass Sie es aus der Krise schaffen, schließlich gibt es auch ein Leben nach Corona und da wollen sicher wieder viele gemütlich in Ihrem Restaurant sitzen, die Atmosphäre und den Kontakt zu Ihrem Personal genießen. Wenn Sie trotz Lockdown Gästen Speise und Getränke anbieten, ist ein weiterer Vorteil, dass Sie dann einige Ihrer Mitarbeiter weiter beschäftigen können. Schließlich müssen Gerichte vor- und zubereitet werden und eventuell erfolgt sogar eine Auslieferung. Allerdings ist das natürlich nicht mit dem normalen Geschäftsbetrieb zu vergleichen. Gastronomen verbuchen momentan deutlich geringere Umsätze, wenn sie denn überhaupt welche erzielen.

Was ist im Gastgewerbe jetzt wichtig?

In Deutschland gibt es für Gastronomen verschiedene Maßnahmen zur Unterstützung, um die Krise bestmöglich zu überstehen. Neben finanziellen Soforthilfen, der Option, das Insolvenzverfahren auszusetzen und der Möglichkeit, das Personal in Kurzarbeit zu schicken, stehen den Betrieben auch Kredite zur Verfügung, die zum Beispiel von der KfW bereitgestellt werden. Staatliche Hilfen können durchaus eine Erleichterung bieten und einen Teil Ihrer Umsatzeinbußen abfedern. Betroffene Betriebe werden mit unterschiedlichen Hilfsmaßnahmen unterstützt, die beim Bundesministerium für Finanzen eingesehen werden können.

Das Gastgewerbe braucht jedoch dringend eine langfristige Perspektive um sich langsam von der Krise erholen zu können. Gastronomen stehen zwar die verschiedenen staatlichen Hilfen zur Verfügung, die beantragt werden können, doch es gibt teilweise Probleme bei der Auszahlung. Seit Anfang November sind erneut die Restaurants geschlossen, dafür bekommen Gastronomen 75 % der Umsätze im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Allerdings sind diese November- und Dezemberhilfen bei vielen noch nicht eingegangen, obwohl die Unterstützung dringend benötigt wird. Der Großteil aller Gastronomiebetriebe hat seine Ressourcen bereits für den ersten Lockdown aufgebraucht und mit den Ersparnissen die schwierige Zeit überbrückt. Bei dem aktuellen zweiten Lockdown haben die Gastronomen keine Chance mehr, auf Rücklagen zurückzugreifen, da das Meiste bereits aufgebraucht ist und durch die massiven Umsatzeinbußen keine neuen geschaffen werden konnten. Einige Restaurants mussten bereits Insolvenz anmelden. Die restlichen Betriebe im Gastgewerbe sind am Existenzminimum und verbuchen enorm hohe Umsatzeinbrüche, wodurch ein Großteil der Betriebe im Gastgewerbe zügig auf wirtschaftliche Hilfe angewiesen ist. Gastronomen wünschen sich mehr Subventionen, um ihre Betriebe vor der dauerhaften Schließung zu retten.

Tipp: Informationen zur Beantragung von Überbrückungshilfen finden Sie beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Welche Rolle spielt die Digitalisierung in der Gastronomie während der Krise?

Die Digitalisierung kann ein entscheidender Aspekt sein wenn es darum geht, während der Krise höhere Umsätze zu erzielen. Versuchen Sie dringend, die Kommunikation mit Ihren Gästen aufrecht zu erhalten. Egal, ob telefonisch oder über Social Media, versuchen Sie, mit Ihrer potentiellen Kundschaft in Kontakt zu bleiben und machen ihr klar, dass Ihre Existenz von den eingehenden Bestellungen abhängt. Legen Sie daher auch besonders viel Wert auf positive Mund-zu-Mund-Propaganda und Online-Rezensionen. Diese Aspekte sind derzeit wichtiger als je zuvor. Zusätzlich sollten Sie auf einen aktiven Verkauf von Gutscheinen achten, denn dieser kann Ihre Einnahmen ebenso erhöhen, wie Abholungen und Lieferungen. Gutscheine für Restaurants sind eine tolle Geschenkmöglichkeit, schließlich wird es auch ein Leben nach der Krise geben.

Ausblick - Wird sich die Gastronomie dauerhaft durch die Pandemie verändern?

Das Gastgewerbe musste sich in den letzten Monaten zahlreichen Veränderungen beugen. Viele Maßnahmen mussten zum Schutz von Personal und Gästen umgesetzt werden, dazu gehören das ständige Desinfizieren und die Umstellung der Sitzgelegenheiten, ebenso wie die Einhaltung des Mindestabstandes und das Tragen von Masken. Doch wie wird es nach Corona aussehen? Das Gastgewerbe wird sich vermutlich langfristig verändern. In den nächsten Jahren ist mit weniger Betrieben in der Gastronomie zu rechnen, schon alleine wegen der Tatsache, dass im vergangenen Jahr viele Restaurants, Cafés und Co. aufgrund der Pandemie dauerhaft geschlossen werden mussten, da für sie die finanzielle Situation nicht mehr tragbar war. Selbst wenn nach der Krise eine zügige Stabilisierung der Branche erfolgen sollte, ist mit flexibleren Geschäftsmodellen in der Zukunft zu rechnen. Auch hier wird die Digitalisierung weiterhin große Rolle spielen, von der eigenen Webseite über Online-Reservierungssysteme bis hin zur Speisekarte und Gutscheinverwaltung. Digitalisierte Prozesse etablieren sich zunehmend in der Gastro und sind schon fast nicht mehr wegzudenken, da diese vieles erleichtern und beschleunigen.

GastroPlus24 wünscht Ihnen viel Kraft in dieser schwierigen Zeit! Bleiben Sie stark, es gibt auch eine Zeit nach Corona, in der Sie dann hoffentlich wieder voll durchstarten können!

 

Denise

 

    

     geschrieben von Denise

 

 

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