Businessplan Gastronomie

Gastro Betriebe gibt es wie Sand am Meer. Wer leidenschaftlich ist und sowohl kreative als auch innovative Ideen mitbringt, kann es dennoch schaffen, sich unter all der Konkurrenz durchzusetzen. 08/15 Cafés und Standard-Italiener gibt es an jeder Straßenecke, um erfolgreich zu sein, müssen Sie sich von Ihren Mitbewerbern abheben. Machen Sie etwas Besonderes! Was ist Ihr Alleinstellungsmerkmal? Ist es bei Ihnen erstaunlich lecker, bieten Sie außergewöhnliche Speisen oder verblüffend große Portionen, können Sie mit einem beeindruckenden Ambiente punkten? Was ist Ihre Stärke?

Wer eine Gastronomie eröffnen will, braucht einen Businessplan. Der Businessplan für die Gastronomie enthält alle wichtigen Informationen von der Geschäftsidee über die Finanzierung und den Personalplan bis hin zum Marketing. Dadurch entwickeln Sie aus der bloßen Idee ein handlungsweisendes Konzept. Der Businessplan für die Gastronomie ist der Grundstein für Ihr neues Lokal. Er rüstet Sie bestens für die Anlaufphase Ihrer Existenzgründung, hilft Ihnen entscheidend bei Ihrem Gastro Konzept und nimmt die ersten Hürden. Mit einem soliden Businessplan für die Gastronomie können Sie sich den Traum vom eigenen Betrieb erfüllen. Hinweis: Wenn Sie die Möglichkeit haben, ein bestehendes Unternehmen zu übernehmen, kann dies eine große Chance für Sie sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Lokal erfolgreich wird, liegt bei einer Unternehmensübernahme wesentlich höher, da Sie auch die Stammkundschaft übernehmen. Besonders bei einem Unternehmer, der in den Ruhestand geht, stehen die Chancen gut, dass sich das Lokal erfolgreich am Markt etabliert hat. Tipp: Erkundigen Sie sich bei der Agentur für Arbeit, ob Sie eventuell finanziell unterstützt werden und einen Gründungszuschuss erhalten.

Businessplan erstellen

Der Businessplan für die Gastronomie bietet nicht nur Ihnen als Gründer eine wertvolle Stütze, er ist auch für potentielle Geldgeber ein wichtiger Faktor, wenn es um die Entscheidung geht, Ihnen eine Finanzierung anzubieten oder nicht. Banken und andere Investoren prüfen anhand des Businessplans für die Gastronomie, wie durchdacht Ihr Gründungsvorhaben ist. Der Businessplan für die Gastronomie ist Ihr Fahrplan in die Selbstständigkeit.

1. Gründerprofil

Mit Ihrem Gründerprofil im Businessplan für die Gastronomie können Sie andere von sich als Gründer überzeugen. Wer sind Sie und was qualifiziert Sie, ein erfolgreiches Unternehmen zu gründen? Nennen Sie in einem kurzen Lebenslauf die entscheidenden Stationen Ihrer Karriere und versuchen Sie anschließend die Geldgeber von Ihrer Geschäftsidee zu überzeugen. Heben Sie Ihre Stärken und was Sie als Gastronom mitbringen klar und deutlich hervor. Geben Sie außerdem auch Informationen zu bereits bestehenden Gründungen (sowohl gescheitert als auch erfolgreich) und vorhandene Schulden an. Zeigen Sie im Businessplan für die Gastronomie auf, wie Sie mithilfe von Weiterbildungen Lücken bezüglich Erfahrung und Wissen ausgleichen wollen.

2. Geschäftsidee

Die Geschäftsidee enthält eine detaillierte Beschreibung des Konzeptes inklusive Zielgruppe und Angebot. Planen Sie ein Restaurant, Bistro oder eine Bar? Wollen Sie ein amerikanisches Diner, asiatisches Buffet-Restaurant oder eher ein mediterranes Spezialitäten-Restaurant eröffnen? Was unterscheidet Sie vom Wettbewerb? Gibt es bei Ihnen Live-Musik oder handelt es sich bei Ihrer Gastro um ein exklusives Restaurant mit Molekularküche? Liegt der Fokus auf dem Mittagstisch, Abendbuffet oder haben Sie ganztägig geöffnet? All diese Fragen können Sie bei Ihrer Geschäftsidee in einer Detailbeschreibung beantworten, damit der Leser einen guten Eindruck über Ihr Vorhaben erhält.

3. Markteinschätzung

Die Marktanalyse im Businessplan für die Gastronomie muss aussagekräftig sein. Bestimmen Sie hierbei den für Sie relevanten Markt, so kann sich auch der Leser schnell ein Bild machen. Gehen Sie hierbei auf Marktgröße und -dynamik sowie Wachstum und Potenzial ein. Je aktueller die Zahlen sind, desto besser. Legen Sie Ihre Zielgruppe fest und definieren Sie Ihren Kundenkreis. Welche speziellen Bedürfnisse hat Ihre Zielgruppe. Isst sie vegan, vegetarisch oder einfach gesund? Erläutern Sie in Ihrem Businessplan für die Gastronomie, wen Sie in Ihr Lokal locken möchten und passen Sie Ihr Angebot dementsprechend an. Setzen Sie auf Berufstätige mit wenig Zeit, Studenten mit kleinem Budget oder sind fitnessbewusste Menschen, die auch ruhig mal etwas tiefer in die Tasche greifen, Ihre Zielgruppe? Wie groß ist sie, rechnen Sie mit viel Laufkundschaft? Ist Ihr spezielles Angebot auf die Gäste an Ihrem Standort zugeschnitten?

4. Wettbewerbssituation

Ziehen Sie auch die Konkurrenz in Betracht. Schauen Sie sich dabei sowohl die Nische im Allgemeinen an, als auch die Mitbewerber an Ihrem Standort. Schildern Sie dem Leser in Ihrem Businessplan für die Gastronomie die Wettbewerbssituation indem Sie eine Auswertung zu den Informationen, die Sie über Ihre Konkurrenten in Erfahrung bringen konnten, zusammenstellen. Ermitteln Sie, wer den Markt dominiert. Welche Mitbewerber können sich besonders gut behaupten und was macht Sie so erfolgreich? Für die Konkurrenzanalyse sollten Sie vor allem die Mitbewerber im Umkreis betrachten. Sind es große oder kleine Betriebe? Fokussieren sie den Preis oder legen sie Wert auf Service?

5. Marketing & Vertrieb

Auch das Marketing kann über den Erfolg Ihres Betriebes entscheiden. Zählen Sie daher in diesem Kapitel Ihres Businessplans für die Gastronomie all Ihre Werbemaßnahmen auf. Wie tragen Ihr Konzept, die Preise und der Standort zur Gewinnung von Kunden bei. Wie wollen Sie Ihre Corporate Identity gestalten? Wie sieht die Inneneinrichtung und das Firmenlogo aus? Selbstverständlich müssen Sie dem Leser ebenfalls Ihre Marketingstrategien und -maßnahmen darstellen. Um das Marketing Konzept zu erläutern bieten sich die sogenannten 4 Ps des Marketing-Mix an:

Marketing-Mix

Definition

Erklärung

Inhalt

product

Produktpolitik

Definition von Prozessen und Tätigkeiten, die sich beispielsweise mit der Auswahl und Weiterentwicklung der Produkte befassen

Bieten Sie das Produkt in verschiedenen Variationen an? Wie soll sich das Produkt am Markt von Wettbewerbsprodukten differenzieren?

Definieren Sie außerdem folgende Größen: Art, Qualität, Menge und Design.

price

Preispolitik

Verkaufspreisgestaltung

Ziel: faires Preis-Leistungs-Verhältnis und dabei Gewinn realisieren

place

Distributionspolitik

Vertrieb eines Produktes vom Hersteller bis zum Kunden

Distributionsstrukturen

promotion

Kommunikationspolitik

Gestaltung des Austausches von Informationen zwischen Sender und Empfänger, sowohl intern als auch extern

Werbung, Verkaufsförderung, PR, Direktmarketing, persönlicher Verkauf

Tipp: Berücksichtigen Sie beim Marketing-Mix, dass in der Gastronomie sowohl Produkte als auch Dienstleistungen eine Rolle spielen. Das materielle Produkt ist dabei natürlich das Essen, während die immaterielle Dienstleistung die Bedienung ist. Das Zusammenspiel aus Produkt und Service sollte deshalb bei den einzelnen Ps betrachtet werden.

Bei der Beschreibung Ihres Vertriebs können Sie den Lesern Ihres Businessplans für die Gastronomie erläutern, wie Sie Ihre Leistungen bekannt machen wollen. Der Vertrieb muss zum Kundennutzen passen. Ihr Kunde möchte ein fair gehandeltes Produkt? Dann sollten Sie für Transparenz bezüglich Ihrer Arbeitsbedingungen und Handelsbeziehungen sorgen. Arbeiten Sie unbedingt eine langfristige Vertriebsstrategie aus, damit können Sie potentielle Geldgeber von Ihrem Businessplan für die Gastronomie überzeugen. Bedienen Sie den Massenmarkt oder liegt Ihr Fokus auf einer Nische? Planen Sie die Marktführerschaft oder ist ein kleiner Marktanteil für Sie ausreichend? Ist ausschließlich die Bedienung des regionalen Marktes für Sie interessant oder planen Sie eine nationale oder sogar internationale Expansion?

Tipp: Je nachdem, an welcher Stelle im Lebenszyklus Sie sich mit Ihrem Unternehmen befinden, sind die Marketingziele natürlich unterschiedlich. Zu Beginn des Markteintritts wollen Sie wahrscheinlich zunächst Bekanntheit erlangen. In Ihrer Wachstumsphase fokussieren Sie dagegen bestimmt eher das Erreichen einer speziellen Umsatzmarke. Deshalb ist es ratsam, in Ihrem Businessplan für die Gastronomie verschiedene Ziele zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu benennen.

6. Standortauswahl

Der Standort ist insbesondere in der Gastronomie ein wichtiger Faktor, er entscheidet häufig über Erfolg oder Niederlage. Für die Standortanalyse in Ihrem Businessplan für die Gastronomie sollten Sie folgende Zahlen und Daten erfassen:

  • Lage (Attraktivität, Sichtbarkeit, Erreichbarkeit)
  • Nachfrage (Kaufkraft, Einzugsgebiet, Laufkundschaft)
  • Konkurrenten (Angebot, Marktanteil, Distanz)
  • Lieferanten (Qualität, Nähe)
  • Räumlichkeiten (Verfügbarkeit, Größe, Ausstattung, Vorschriften, mögliche Expansion)
  • Kosten (Investitionen, Fixkosten)
  • Arbeitskraft (Verfügbarkeit, Qualifikation)

7. Unternehmensorganisation & Personal

Alleine lässt sich eine Gründung in den seltensten Fällen stemmen. Planen Sie, Personal einzustellen und wenn ja, welche Bereiche decken die Mitarbeiter ab? Welche Fähigkeiten, Qualifikationen und Kompetenzen bringen sie mit? Wie wollen Sie Personal für Ihren Betrieb gewinnen und wie planen Sie, es zu motivieren? Zu berücksichtigen sind natürlich auch die Personalkosten. Deshalb sollten Sie im Personalplan auch festhalten, ob Ihr Personal Vollzeit, Teilzeit oder auf Mini-Job Basis angestellt wird.

8. SWOT-Analyse

Erläutern Sie in Ihrem Businessplan für die Gastronomie mögliche Zukunftsaussichten. Die SWOT-Analyse bietet Ihnen die Möglichkeit, Handlungsmöglichkeiten und Korrekturen für verschiedene Szenarien zu ermitteln. SWOT ist die Abkürzung für Strengths (Stärken), Weaknesses (Schwächen), Opportunities (Chancen) und Threats (Risiken). Demnach zeigt die Analyse im Businessplan für die Gastronomie, wo die Stärken und Schwächen Ihrer Gründung liegen sowie welche Chancen sie bietet und wo die Risiken lauern. Hier können Sie zeigen, dass Sie mithilfe Ihrer Stärken die Risiken mindern. Wie reagieren Sie auf ausbleibende Kundschaft, das Auftreten von Nachahmern oder stärker werdende Mitbewerber? Wird es besondere Aktionen, Gutscheine oder Probiertage geben? Wollen Sie sich über Preise oder den Service behaupten? Erklären Sie dem Leser zudem, wie genau Sie planen, Ihre Chancen bestmöglich zu nutzen.

SWOT Analyse Beispiel:

Interne

Analyse

 

 

Externe

Analyse

Stärken (Strengths):

  • Vielzahl an Stammgästen

  • starkes Marketing

  • Flexibilität

  • Innovationskraft

Schwächen (Weaknesses):

  • geringe Marktkenntnis

  • unklare Ausrichtung

  • schlecht ausgebildetes und unmotiviertes Fachpersonal

  • schlechte Konditionen bei Lieferanten

Chancen (Opportunities):

  • wachsender Markt

  • Markttrends decken sich mit Ihrem Angebot

  • Möglichkeit auf Kooperationen

  • guter Service wird in der Gastronomie zunehmend wichtiger

SO - Strategie → Stärken des Betriebes werden genutzt, um die Chancen wahrzunehmen:

 

  • Entwicklung einer speziellen Marketingstrategie für den wachsenden Markt

  • Innovationskraft wird genutzt, um weitere neue Gerichte zu entwickeln, die mit den Trends am Markt übereinstimmen

WO - Strategie → Chancen werden genutzt, um Schwächen zu reduzieren

 

  • Personal wird in Sachen Service und Fachkenntnisse geschult, um Serviceleistung zur Kernkompetenz zu machen

  • mögliche Kooperation mit Lieferant nutzen, um bessere Konditionen auszuhandeln

Risiken (Threats):

  • neue Wettbewerber

  • abnehmender Markt

  • steigende Kosten für spezielle Lebensmittel

  • Wertewandel

ST - Strategie → Stärken des Unternehmens werden genutzt, um Risiken abzuwehren

 

  • Innovationskraft nutzen, um sich von neuen Wettbewerbern zu differenzieren

  • Stammgäste bleiben dem Betrieb treu, trotz abnehmendem Markt

WT - Strategie → Abbau von Schwächen, um Risiken zu senken

 

  • Klare Ausrichtung am Markt, um neue Wettbewerber auszuschalten

  • Wechsel von Lieferanten, um Kosten für Einkauf zu senken

9. Finanzen

Der Finanzierungsteil im Businessplan für die Gastronomie ist besonders für Kreditgeber ein wichtiger Faktor. Hierbei sind fundierte Zahlen und genaue Berechnungen entscheidend. Geben Sie an, wie viel Eigenkapital Sie zur Verfügung haben und wie viel Fremdkapital Sie benötigen. Haben Sie bereits Ausgaben getätigt? Mit welchem Investitionsvolumen rechnen Sie für Kaution, Mietvorschuss, Renovierungen, Einrichtung, Marketing und Unternehmensberatung? Mit welchen monatlichen und jährlichen Kosten kalkulieren Sie in den ersten Betriebsjahren? Führen Sie Zahlen und Prognosen an, dabei können Sie unter anderem auf Studien zurückgreifen. Bedenken Sie bei Ihrem Finanzplan, dass es in den ersten Jahren unwahrscheinlich ist, dass Sie Gewinn machen, da die Kosten zu diesem Zeitpunkt noch sehr hoch sind.

Jetzt haben Sie einen guten Eindruck erhalten, wie Sie den Businessplan für Ihre Gastronomie aufbauen können und welche Fragen es zu beantworten gilt. GastroPlus24 wünscht Ihnen viel Glück bei der Existenzgründung und viel Erfolg mit dem Businessplan für die Gastronomie! Übrigens: Das passende Equipment für Ihre Gastro finden Sie natürlich bei uns im Shop.

 

 

Denise    

 

     geschrieben von Denise

 

 

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